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Datum: 10.03.1953
Beschreibung: BGH 1. Zivilsenat | I ZR 76/52
Urteil | (Anscheinsvollmacht und Duldungsvollmacht)1. Der Vertretene kann sich auf den Mangel an Vollmacht seines angeblichen Vertreters dann nicht berufen, wenn er dessen Verhalten zwar nicht kannte, es aber bei pflichtgemäßer Sorgfalt hätte kennen und verhindern können und der Geschäftsgegner das Verhalten des Vertreters nach Treu und Glauben dahin auffassen durfte, daß es dem Vertretenen bei verkehrsmäßiger Sorgfalt nicht habe verborgen bleiben können und daß dieser es also dulde (BGH, 1952-02-12, I ZR 96/51, BGHZ 5, 111 (116) = Nr 3 zu § 167 BGB; "Anscheinsvollmacht").Um stillschweigende Vollmachtserteilung handelt es sich dagegen, wenn der Vertretene das ihm bekannte Verhalten des Vertreters duldet und diese Duldung vom Geschäftsgegner nach Treu und Glauben und mit Rücksicht auf die Verkehrssitte dahin gedeutet werden darf, daß der Vertreter vom Vertretenen Vollmacht, für ihn zu handeln, erhalten hat. | § 167 Abs 1 BGB, § 170 BGB, § 242 BGB
Quelle: Inhaltliche Erschließung durch die Dokumentationsstelle des Bundesgerichtshofes.

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