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Datum: 24.02.1988
Beschreibung: BSG 2. Senat | 2 RU 30/87
Urteil | Wegeunfall - versicherte Tätigkeit - innere Ursache - nachgewiesene Tatsachen - Wahrscheinlichkeit der Eigenschaft einer Tatsache als Bedingung eines Unfalls - Möglichkeit eines Ursachenzusammenhangs:1. Die Feststellung, daß das Verhalten des Verletzten der versicherten Tätigkeit zuzurechnen ist, verlangt den vollen Beweis aller die versicherte Tätigkeit bestimmenden Umstände. Erst danach stellt sich im Rahmen der anschließenden Beurteilung der sogenannten haftungsbegründenden Kausalität die Frage, ob die festgestellte versicherte Tätigkeit den Unfall verursacht hat oder ob eine sogenannte innere Ursache die allein wesentliche Bedingung und deshalb die Ursache des Unfalles gewesen ist. Nur für die Annahme der wesentlichen kausalen Verknüpfung zwischen der versicherten Tätigkeit und dem Unfallgeschehen reicht aus, daß sie wenigstens wahrscheinlich ist (vgl BSG vom 30.4.1985 - 2 RU 43/84 = BSGE 58, 80, 82).2. Ebenso wie die nur gute Möglichkeit des ursächlichen Zusammenhangs zwischen der der versicherten Tätigkeit zuzurechnenden Verrichtung und dem Unfall die haftungsbegründende Kausalität nicht zu begründen vermag, reicht auch die nur gute Möglichkeit des Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und einer inneren Ursache nicht aus, um die sonst gegebene haftungsbegründende Kausalität zu verneinen.3. Zur Frage, ob die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, daß eine innere Ursache (epileptischer Anfall) die allein wesentliche Bedingung eines Unfalles gewesen ist. | § 548 Abs 1 S 1 RVO, § 550 Abs 1 RVO
Ansichten: Kurztext, Langtext
Quelle: Inhaltliche Erschließung durch die Dokumentationsstelle des Bundessozialgerichts.

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