Gericht/Institution:VG Gießen
Erscheinungsdatum:08.05.2019
Entscheidungsdatum:06.05.2019
Aktenzeichen:4 L 1922/19.GI, 4 L 1940/19.GI
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Wildschweine im Vorgarten nicht artgerecht gehalten

 

Das VG Gießen hat entschieden, dass die Haltung zweier männlicher Wildschweine in einem Hausgarten nicht artgerecht ist und das Veterinäramt daher die beiden Tiere mit sofortiger Wirkung den Haltern wegnehmen und anderweitig unterbringen darf.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts ermächtigt das Tierschutzgesetz die zuständige Behörde, die zur Beseitigung festgestellter Verstöße und die zur Verhütung künftiger Verstöße notwendigen Anordnungen zu treffen und gegen die verantwortlichen Halter vorzugehen. Nach den Feststellungen des Veterinäramtes des Landkreises Gießen bei den Kontrollen vor Ort, auf die sich auch das VG Gießen stützte, entspreche die Haltung der beiden Wildschweine – ein ausgewachsener und schon einige Jahre dort gehaltener Keiler und ein im November 2018 geborenes Tier – auf dem Grundstück der Antragsteller nicht den tierschutzrechtlichen Anforderungen an eine artgerechte Tierhaltung. Die Maßnahme sei auch nicht unverhältnismäßig, denn sie sei derzeit ohne gleich wirksame Alternative und schutzwürdige Belange der Halter, die dem Schutz der Tiere vorgehen könnten, seien nicht ersichtlich.

Die Beschlüsse sind noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können dagegen binnen zwei Wochen Beschwerde beim VGH Kassel einlegen.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung des VG Gießen v. 08.05.2019


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