Gericht/Institution:BReg
Erscheinungsdatum:16.05.2019
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Reform der Hebammenausbildung

 

Ein Gesetzentwurf zur Reform der Hebammenausbildung, der im Kabinett verabschiedet wurde, sieht vor, dass Hebammen und Entbindungshelfer künftig in einem dualen Studium auf ihren Beruf vorbereitet werden sollen.

Hebammen seien für eine gute Gesundheitsversorgung von Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in ihrer ersten Zeit als Mutter unverzichtbar. Es brauche daher eine qualitativ hochwertige Ausbildung, die Hebammen auf ihre anspruchsvolle Tätigkeit bestmöglich vorbereite.

Der im Kabinett beschlossene Gesetzentwurf zur Reform der Hebammenausbildung sieht vor, dass künftige Hebammen ein duales Studium absolvieren. Die bestehende duale Ausbildung werde also in ein wissenschaftliches Studium mit hohem Praxisanteil überführt. Vergleichbar einem Bachelor-Studiengang werde das Hebammenstudium sechs bis acht Semester dauern.

Bisher werden Hebammen und Entbindungshelfer an Hebammenschulen auf ihren Beruf vorbereitet. Ab 2021 soll nur noch die Ausbildung an einer Hochschule möglich sein. Bis dahin werden die neuen Studien- und Prüfungsordnungen erarbeitet.

In allen EU-Mitgliedsstaaten außer in Deutschland werden Hebammen bereits an Hochschulen ausgebildet. Die Akademisierung der Hebammenausbildung in Deutschland entspreche europäischen Standards und setzt die Berufsanerkennungsrichtlinie der Europäischen Union um. Das ermögliche künftigen Hebammen und Entbindungshelfern, überall in Europa in ihrem Beruf arbeiten zu können.

Eine Reform der Ausbildung sei zudem notwendig, weil die Anforderungen an die Geburtshilfe stetig ansteigen. Hebammen arbeiten meist sehr selbständig und tragen daher viel Verantwortung. Die Anforderungen auf Grundlage des Hebammenausbildungsgesetzes von 1980 entsprächen nicht mehr dem aktuellen Stand. Eine anspruchsvolle, stärker wissenschaftlich ausgerichtete und gleichzeitig berufsnahe Ausbildung werde die Qualität der Ausbildung verbessern und den Beruf attraktiver machen.

Wer bereits Hebamme sei und die "Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Hebamme" habe, werde diese Erlaubnis behalten – egal wo und wie die Ausbildung erfolgte. Auch wer derzeit an einer Hebammenschule lernt, dürfe sich sicher sein: Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt, ist und bleibt Hebamme.

juris-Redaktion
Quelle: Pressemitteilung der BReg v. 15.05.2019


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